Mittwoch, 15. August 2012
Soulbreaker
Sonntag, 12. August 2012
Einheitsbrei
Wer sieht sich nicht tagtäglich
damit konfrontiert? Am Parkplatz, im Supermarkt, im Wirtshaus. Oder wo auch
immer er seinen Tag verbringt. Womöglich sogar bei der Arbeit. Nun, von derart
profanen Tätigkeiten hat sich nur jener befreit, der letzen Endes auch seines
eigenen Verstandes verlustig wurde. Und ich spreche hier keineswegs über die
Politik. Ganz im Gegenteil. Ich bin geneigt, in dieser lausigen Niederschrift
die Politik zu verteidigen. Was an und für sich schon das Prädikat „lausig“ verdienen
würde. Oder etwa nicht? Denn wer ist schließlich für all den Jammer
verantwortlich, den uns Tag für Tag ein Sammelsurium an mit Druckerschwärze
versehene Blätter aus Papier ins Haus bringt. Oder rund um die Uhr ein wie ein
Habicht lauerndes Rechteck, dass mittlerweile beinahe jeden Raum unseres Lebens
mit in Beschlag genommen hat. Für die weniger geometrisch Veranlagten unter
uns: Ja, ich meine diese Scheißkiste, die sich Fernseher nennt. Aber was bringt
es schon, sich gegen die Allmacht von Politik und Medien aufzulehnen.
Schließlich sitzen die armen Pussy Riot im russischen Knast. Weil sie Kritik
geübt haben. Warum man dafür gerade eine religiöse Stätte auserkoren hat, wird
nicht weiter hinterfragt. Da es ja eine der Christen ist. Die vertragen das
schon. Schließlich hat auch Jesus ertragen, ans Kreuz genagelt zu werden. Ja,
unsere angeblich so freie und unbeugsame Medienlandschaft ist schwer damit
beschäftigt, jeden bildlich festzuhalten, der gegen abendländische Symbole
schifft, kotzt oder onaniert. Die Informationspflicht geht schließlich über
alles. Da wird dann auch voller Stolz in den Hauptnachrichten ein Transparent
eingeblendet, dass den glorreichen Titel trägt „Hätte Maria abgetrieben, wär
uns das erspart geblieben“. Zum Besuch von Papst Benedikt dem XVI. Nett, nicht
war? Mich hätte interessiert, was los wäre, würde man mit einem ähnlichen
Plakat den höchsten islamischen Mufti bei einem Staatsbesuch beleidigen. So
nach dem Motto, wäre Mama Mohamed zuhause geblieben, hätte es keinen Tschihad gegeben.
Niemand hat das Recht, sich seine Welt so zu Recht zu biegen, dass es eine
Vielzahl anderer Menschen entwürdigt. Das gilt für alle Seiten. Und wer Recht
und Gerechtigkeit für sich in Anspruch nimmt, sollte einmal ganz genau vor
seiner eigenen Türe kehren. Tote in Syrien und überall auf der Welt will kein
Mensch. Aber nur aufgrund des Titels „Opposition“ darauf zu beruhen, dass deren
Sache die einzig gerechte ist, ist ebenso einfältig wie leichtgläubig. Die
Medien sind längst ein willfähriger Helfer illegitimer Ziele geworden. Und wenn
man sich den Ton in der Berichterstattung generell anhört, wird man zum Schluss
kommen, dass dies durchaus Methode hat. Das ist schwerstens zu bedauern, wird
letztendlich aber auch zu einer Reinigung führen. Das Problem der Menschen, der
Medien und auch der Politik selbst ist leicht erklärt. Man sucht Leute, die
alles können, alles wissen und mit jeder Bedrohung zu Recht kommen. Aber so
jemanden gibt es nicht. Und nach menschlichem Ermessen wird es so jemanden auch
niemals geben. Also versucht man Illusionen zu schaffen. Das TV-Bild ist in
seiner letzten Konsequenz aber nicht an guten Nachrichten interessiert. Es will
nur zeigen, wie Menschen sich entblößen, sterben, sich selbst vernichten. Jeden
Tag aufs Neue. Jede Minute. In den unendlichen Sendungen dieser Welt. Auch
jetzt, wo wieder eine Existenz für ein tausendstel Prozent Auflage oder Quote
dem geifernden Fleischwolf vorgeworfen wird.Samstag, 14. Juli 2012
Der Tod
Wofür halten wir eigentlich jenen Zustand, in dem wir uns gerade befinden? Ja Leben, wird sich jeder denken. Ja. Auch ich denke mir das. Und doch ist es falsch. Denn der Zustand, in dem wir uns gerade befinden, ist nicht Leben, sondern Sterben. Da ist immer große Stille, wenn ich so eine These in den belebten, urbanen Raum stelle. Nur kurz, ehe es losgeht. Dann gackert man wieder los ob der großen Ereignisse, die da noch kommen. Nichts wird kommen. Das ist so sicher wie das sprichwörtliche Amen in der Kirche. Nur das, was uns die Physik hergibt. Laut jener geht die Sonne in X-Milliarden-Jahren in einer Super-Nova unter, was zwangsläufig auch den Erdenball vernichten wird. So gesehen ist die Ewigkeit, nimmt man diesen wissenschaftlichen Parameter zugrunde, schon Geschichte. Von einer Ewigkeit zu sprechen ist also mathematisch gesehen nicht vertretbar. Dann reden wir eben von unserem irdischen Dasein. Und dem was es abseits der Eitelkeiten bereit hält. Was Angesichts dessen, was diesem Universum noch bevor steht, der Lächerlichkeit preisgegeben ist! Ja, reden wir von dem…
Samstag, 28. April 2012
Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow
Am 1. September 1983. Flug KAL
007. Passagierflugzeug. Ein Flug wie jeder andere. Von New York in die
südkoreanische Hauptstadt Seoul. Und doch rückblickend gesehenen ein Verbrechen
ohne Gleichen. 269 Menschen mussten sterben, weil eine völlig aus dem Ruder
gelaufene Sowjethysterie den Klassenkampf in eine Etage erhoben hatte, wo
Menschen keine Rolle mehr spielten. Abgeschossen im Namen Lenins. Stalins.
Breschnews oder wie diese Ungeister auch immer hießen. Alleine daran kann man
das Verbrechen des Kommunismus bestens erleuchten. Doch niemand sollte
voreingenommen an diese Sache herantreten. Darum der Versuch jenes zu
verstehen, was nicht zu verstehen ist. Nämlich den Massenmord an und für sich.
Wobei sich 1983 noch weitaus schlimmere Katastrophen als jene rund um den
Korean-Air-Flug ereignen hätten können. Denn nur durch das kluge und beherzte
Eingreifen eines einzelnen Mannes blieb uns die Katastrophe erspart.
Oberstleutnant Stanislaw
Jewgrafowitsch Petrow. Alleine diesem Mann und seinen Ratschlüssen ist
es zu verdanken, dass unsere Welt heute nicht in Schutt, Asche und radioaktiv
verseuchten Boden gedeiht. Denn dieser Offizier, mit der Überwachung eventuell abgeschossener
amerikanischer Interkontinentalraketen betraute Mensch hatte, nach einem wie
heute ersichtlichen Fehlalarm den Daumen am Drücker. Doch die geringe Anzahl
der vermeintlichen US-Angriffsraketen kam ihm „spanisch“ vor und so löste er
nicht den Befehl zum Gegenschlag aus. Was sich nach wenigen Minuten
bewahrheitete. Ein Fehlalarm, bedingt durch gleichmacherische, kommunistische
Schlamperei, die selbst in solche Einrichtungen Einzug gehalten hatte. Hätte Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow den
Dienstweg eingehalten und nicht seinen Verstand gebraucht, würden wir heute
allesamt höchstwahrscheinlich nicht mehr leben. Ein Mensch, der den Irrtum
eines Computers revidierte. Aber wurde es ihm gedankt? Mit Nichten! In der
Ex-Sowietunion als Befehlsverweigerer gebrandmarkt hat man ihm nach Bekanntwerden
dieses Vorfalls 1998 etwas Beachtung geschenkt. Am Ende mit einer Note im Wert
von 1.000 Dollar. Ich weiß um die Probleme von unseren Staaten. Um die
Notwendigkeit unseren Partnern zu helfen. Aber wenn ich lese, dass der Retter
unserer Welt mit einem schändlichen Preis abgefertigt wird und die Vernichter
unserer Welt weiter wie die Maden im Speck leben, mag es mir dann doch den
Magen umdrehen.
Freitag, 30. März 2012
Zeitenwende
Freitag, 2. März 2012
Gaga-Kosmos
Wer meinen Blog kennt, wird ihn
bisweilen als ziemlich steril empfunden haben. Als wenig persönlich. Nun, die
Welt hat sich eben geändert und vielleicht will der eine oder andere eine etwas
individuellere Note selbst bei einem sachlichen Thema. Genau um Sachlichkeit
ging es hier immer und ich habe keineswegs vor, diesen Umstand zu widerrufen.
Also liebe Agenten von Links, haltet ruhig Eure Spruchbänder weiter im Verborgenen.
An dieser Stelle wird noch immer streikfrei gearbeitet! Aber um nicht als
völliger Langeweiler durchzugehen, der in seinen scheinbar konservativen
Ansichten jedem Sturm auf die Gesellschaft mit akribischem Argwohn
entgegenblickt, will sich Miko’s Mikrokosmos heute ausnahmsweise einmal der
reinen Beurteilung von Sachverhalten zuführen und das werden, was selbst der
Teufel mitunter schon geworden ist. Zeitgemäß. Ohne meine Gesinnung zu
verbergen. Und hier wird der aufmerksame Leser bereits ein erstes Sakrileg
erkennen. Denn bisweilen hat sich der Mikrokosmos niemals als „ich“ tituliert. Strömungen
des linken Gedankenguts waren und sind für mich eine ernsthafte Bedrohung der
Gesellschaft. Wie etwa die anarchischen Piraten, die verfassungsfeindlichen
PDS-Nachfolger oder die Demonstrations-Grünen, die jede Gesellschaft
zwangsläufig zerstören wollen. Daran gibt es nichts zu rütteln. Was letztlich
aber das Volk entscheiden wird. Bisweilen habe ich mich in meinem Blog mit
Krisen und Versäumnissen aufgehalten. Der unleugbaren Geschichte das Wort
geredet. Vielleicht auch dem ein oder anderen Missstand angeprangert. Wie viele
andere Medien, die sich bezahlt auf Spurensuche begeben. Und ebenso bezahlt zu
einem Ergebnis gelangen. Aber darum geht es mir heute wie gesagt nicht. Es geht
mir um das Phänomen Internet, das wie ein Orkan durch unsere Gesellschaft
fegt. Dass alle bisher gültigen Konventionen ad absurdum führt. Als jemand, der
selbst täglich am PC sitzt und facebookend agiert, sind gewisse Trends für mich
nicht mehr überraschend. Und so will ich heute, als aufgeklärter, computerfiter,
mittaltriger Mensch jener Göttin huldigen, deren Führerschaft stellvertretend
für unsere Zeit unantastbar scheint. Lady Gaga. Ich zolle
einem derartigen Erfolg keineswegs aus wirtschaftlicher Sicht meinen Applaus.
Nein. Was Lady Gaga bringt ist das Geilste, was die Pop-Geschichte jemals
hervorgebracht hat! Und hier steht jemand, der unter Madonnas Herrschaft ein
fast fanatischer Metallica Anhänger war. Um zum Abschluss wieder einen Hauch
von Seriosität über diesen Beitrag zu streuen, fehlt es mir momentan des
vielleicht zuträglichen Zitats. In Ermangelung dessen erlaube ich mir selbst
ohne großes Gedöns, wie man das heute nennt, zu schließen. Mit der ewig für einen Gentlemen
gültigen Weißheit. Eine Dame hat immer recht. Selbst wenn sie der Tod dabei
ereilen sollte. Wovon bei einer jungen, herzerfrischenden Person wie Lady Gaga
nicht auszugehen ist.
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