Mika Collins, ein völlig desillusionierter
junger Mann, tritt seinen Militärdienst bei der ostländischen Armee an. Nicht
nur die brutale Welt, in die er hineingestoßen wird, macht ihm zu schaffen.
Denn auch seine Gedanken sind zersetzt von Hoffnungslosigkeit, Verachtung und
Morbidität. Jegliche Menschlichkeit geht in diesem Sumpf aus Alkohol, Schikane
und Realitätsverleugnung verloren. Zudem wird sein Stubenkamerad Chris Leitner
in einer Diskothek hinterrücks ermordet. Die Polizei behandelt den Fall
schändlich, sodass sich Mika Collins veranlasst sieht, selbst Nachforschungen
anzustellen. Nur schemenhaft registriert er dabei die Ereignisse, die sich
jenseits der Kasernenmauern abspielen. Die Welt befindet sich am Scheideweg und
die Anzeichen verdichten sich, dass es bald zu kriegerischen
Auseinandersetzungen mit den Nachbarstaaten kommen wird. Unter widrigsten
Umständen versucht er Licht in den Mordfall zu bringen, stößt dabei aber immer
wieder auf unüberwindbar scheinende Mauern. Der Wehrdienst geht vorüber, doch
Mika fasst in der Realität des zivilen Lebens nicht Fuß. Also macht er etwas,
was er selbst für unmöglich gehalten hatte. Er meldet sich erneut zum Militär
und beginnt eine Laufbahn als Kadersoldat. Immer mehr wandelt er sich dabei vom
Opfer zum Täter. Einzig sein Bemühen um Gerechtigkeit für seinen toten
Kameraden bewahrt ihn davor, all seine Überzeugungen vollends über Bord zu
werfen. Je länger er seinen Dienst tut, desto deutlicher kristallisiert sich
heraus, dass er jener Außenseiter bleibt, der er immer war. Er deckt mehr und
mehr die Hintergründe des Mordes an Chris Leitner auf, doch als er endlich eine
vollständige Antwort darauf findet, ist es schon zu spät. Ostland wurde
angegriffen und befindet sich im Krieg. Das Sterben fängt an und der letzte
Rest von Würde geht im Hagel der Granaten verloren.
Das Krimidrama „Trilogie des Todes“ zeichnet in drei Kapiteln die Geschichte eines Menschen, der sich auf der Suche nach seiner Persönlichkeit befindet und dabei immer wieder in Konflikt mit seinen eigenen Ansprüchen gerät. Es zeichnet sich ein düsteres Bild eines von Selbstsucht, Unterordnung und Vereinheitlichung geprägten Kosmos ab, was letztlich im Schwert seinen Richter findet. Der Protagonist der Geschichte vereint dabei sämtliche Widersprüche und Gegensätze, die diese Welt prägen, auf seine eigene Person, vor der er sich letztlich selbst erschaudert. Ebenso wie vor der Aufklärung eines perfiden Mordes, der ihm den letzten Glauben an die Menschlichkeit raubt.
