Die Geschichte dieser
Erzählung spielt in einer nicht näher definierten, klimatisch stark in
Mitleidenschaft gezogenen Epoche, irgendwann nach dem Ende eines blutigen
Religionskrieges. Mik, seine Frau Sus und ihre beiden Kinder Jul und Luk leben
als Nomaden in einem öden Wüstenland, dessen Grenzen auch das Ende der ihnen
bekannten Welt bedeuten. So wandern sie mit Nachrichten und kleineren
Frachtgütern im Gepäck, mit ihren Kamelen im Schlepptau, durch die Tristesse.
Von Brunnen zu Brunnen, von Oase zu Oase. Immer im weiten Kreis um die drei Städte
Darsala, Kirum und Mokkado, die einzigen menschlichen Ansiedelungen dieser
bizarren Welt. Über allem thront die Gottheit Sol, die nach den Glaubenskriegen
für Stabilität sorgt. Doch unter der brüchigen Oberfläche brodelt es gewaltig
und eine Vielzahl an Menschen will wieder zu den alten Glaubensrichtungen
zurückkehren. Was Mik und seiner Familie in der Abgeschiedenheit ihres Daseins
vorerst aber verborgen bleibt. Zumal sie als Nomaden, dem sogenannten Vierten
Stamm, weitgehend geächtet sind. Und so erkennen sie auch nicht den wahren
Hintergrund, als sie eines Tages überfallen werden und nur knapp mit dem Leben
davonkommen. Bei einer merkwürdigen Begegnung treffen sie kurz darauf auf einen
Mann, der Mik einen sakralen Gegenstand übergibt. In der Stadt Kirum
angekommen, in der gerade die alljährlichen Wettkämpfe zu Ehren Sols
stattfinden, wird Tochter Jul verhaftet und wegen angeblichen Diebstahls vor
Gericht gestellt. Mithilfe eines Freundes aus Miks bewegter Vergangenheit
gelingt es, das Kind aus den Fängen einer willkürlichen Justiz zu befreien. Als
Mik wenig später und eher unfreiwillig für die Nomadenmannschaft eines
gefährlichen Reiterwettkampfs nominiert wird, steht sein Leben erneut auf dem
Spiel. Nach geglücktem Abenteuer schließt sich die Familie einer Karawane an,
die Richtung Mokkado zieht. Was folgt, bringt die gesamte Familie bis an die Grenzen ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten.
