Montag, 14. November 2011

Fallstricke

Der Lokalreporter Michael Wörner führt ein eher beschauliches Leben. Ein Haus mit Garten, eine wundervolle Frau und ein aufgewecktes Kind umrahmen das geschaffene Idyll. Der Job ist unspektakulär, ja fast langweilig. Was sich ändert, als er immer tiefer in den Fall des Landespolitikers Ernst Fuhrmann hineingerät, der mit aufgeschnittener Kehle nahe einem gerade neu eröffneten Aussichtsturm aufgefunden wurde. Hauptverantwortlich dafür zeichnet sein Kollege vom Konkurrenzblatt und alter Freund Max Hirscher, der hinter dem Verbrechen eine Verschwörung vermutet. Hirscher, dessen Vergangenheit einen dunklen Fleck zu haben scheint, weißt auf immer neue Verstrickungen des Opfers mit der lokalen Prominenz hin und zwingt den Familienmenschen Wörner in eine private Ermittlung, die den Fall immer undurchsichtiger werden lässt. An möglichen Tätern mangelt es beileibe nicht. Und schon gar nicht an Motiven. Sowohl Parteifreunde, politische Gegner oder Wirtschaftsleute kommen in Frage. Aber auch Personen aus Fuhrmanns persönlichem Umfeld. Je mehr Wörner in diese Welt voll Hinterlist, Täuschung, Lüge und Verbrechen eindringt, desto stärker begibt er sich auch in persönliche Gefahr. Und sein unsichtbarer Schatten Hirscher zieht stets die Fäden im Hintergrund. Welches Spiel spielt er dabei? Und wer hat Fuhrmann nun getötet? Eine Frage, die bis ganz zum Schluss auf ihre Beantwortung wartet. In einem spannenden Finale, wo endlich Licht ins Dunkel gebracht wird.

„Fallstricke“ setzt sich kritisch mit verschiedenen Aspekten des öffentlichen Lebens auseinander. Mit Scheinheiligkeit, Selbstsucht, Raffgier. Mit dem Bedürfnis, über andere zu herrschen. Stets mit kleinen Deckmäntelchen bekleidet. Repräsentativ dafür steht das Mordopfer Ernst Fuhrmann. Im krassen Gegensatz dazu die Hauptfigur Michael Wörner, dem all diese Dinge fremd sind. Der von dieser Welt zwar gezeichnet, aber nicht gebrandmarkt ist und seinen Trost in der Harmonie seiner Familie findet. Dazwischen steht ein zynischer, lebensverneinender Charakter namens Max Hirscher, der schon zu lange jeden Glauben verloren hat. Dessen Glück sich am Unglück anderer manifestiert. Ein wahrer Sumpf an Machenschaften umkreist die Geschehnisse. Und irgendwo in diesem Morast liegt auch die Antwort.

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